Waldemar das Schaukelschaf

Waldemar ist ein stattliches Schaukelschaf. Er wohnt mitten im Ruhrgebiet in der Stadt Essen. Dort hält er sich allerdings nur selten auf, denn Waldemar ist mein treuer Begleiter auf allen Mittelaltermärkten des Mittelalterlich Spectaculums. So kommt er viel rum und erlebt natürlich eine ganze Menge:

19. 8. 2006


Seid gegrüßt! Waldemar hat sich ja in den letzten Wochen etwas rar gemacht. Woran das liegt? Nun, zunächst war es wohl die Hitze. Da geht es einem Schaf unter dem dicken Fell ja eher noch schlimmer, als den Besuchern der Spectaculums. Die konnten sich ja doch etwas dünneres anziehen. Waldemar hatte in Bückeburg doch eher weniger Kinder, die auf ihm reiten wollten. Da haben sie ihm lieber über den Kopf gestrichen.
Und dann kam Köln. Fühlinger See. Waldemar hatte sich schon sehr darauf gefreut, es hatte ja doch merklich abgekühlt. Und dann gab es beim Aufbau Regen, viel Regen. Es gab sogar so viel Regen, dass Waldemar zurück in den Bus musste. Das hat ihm gar nicht gepasst. Er sollte nichts vom Spectaculum mitbekommen? Die ganze Woche war er griesgrämig und nicht mal eine Schwarzwälderkirschtorte konnte ihn aufmuntern. Aber er war guten Mutes und freute sich auf Singen am Hohentwiel. Und was soll ich sagen? Es gab Regen. Wieder so viel Regen, dass Waldemar ein weiteres Wochenende Urlaub einlegen musste und keine Kinder treffen konnte. Waldemar hat sich inzwischen überlegt, ob er sich einen Regenmantel zulegt. Aber das wäre ja so gar nicht mittelalterlich. Also drückt er schon ganz fest die Daumen, dass am kommenden Wochenende in Telgte die Sonne scheint, oder es nicht regnet. So oder so, Waldemar will dabei sein und freut sich schon auf alle Kinder, die in Telgte seinen wollig-weichen Rücken streicheln und für die ein oder andere Minute auf ihm Schaukeln.:

19. 7. 2006

Nachdem es ja nun einige Zeit still um Waldemar war, gibt es nun wieder eine Menge über das kleine Schaukelschaf zu berichten. Denn Waldemar war sehr fleißig in den letzten Wochen und wieder viel unterwegs. Nachdem er im Juni einen kleinen Urlaub gemacht hat, viel geschlummert hat und sich den Bauch mit Kuchen voll geschlagen hat, begab sich Waldemar nach Dortmund. "Heimspiel", muss er sich gedacht haben und wohl auch gefragt haben, ob er da nicht eine Menge Leute treffen würde, die er schon aus Gelsenkirchen und Hamm kannte. Auf einem Wiesenplatz lagerte er dann auch, allerdings in fast unerträglicher Hitze und die Besuche von kleinen Kindern auf seinem Rücken waren doch ein wenig spärlicher als sonst. Darüber war Waldemar schon ein wenig verstimmt, denn er hatte sich nach seiner untätigen Woche sehr darauf gefreut als Reittier für viele Kinder zu dienen. So blieb ihm aber nichts anderes über, als die Enten auf dem See zu beobachten. Am Sonntag musste das Spectaculum dann leider vorzeitig beendet werden, wegen drohendem Unwetter. Das fand Waldemar aber auch sehr richtig, denn er hatte keine Lust bei Unwetter ganz nass auf der Wiese zu werden und so musste er sich schon zu ungewohnter Stunde wieder in das Wikinger-Zelt seiner Besitzerin begeben. "Was soll´s," dachte er sich - nächste Woche fahre ich ja nach Ostfriesland. Und es war auch schon sehr bald so weit den Weg nach Aurich anzutreten. Dort war es noch viel heißer als Dortmund und es gab keinen Schatten. Waldemar hatte fast ein wenig Angst sich einen Sonnenstich zu holen und das müssen auch die Kinder gedacht haben, denn sie ritten mal wieder nur sehr wenig auf ihm. Da war der Waldemar aber enttäuscht! Er beschloss mal eine Woche lang eine Pause einzulegen. Also verweilte er in Negenmeerten in einer kleinen Ferienwohnung und stellte seine Dienste ausnahmsweise nur einem Kind zu Verfügung: dem kleinen Ravi, das ist der Sohn der Wollspinnerin. Ravi war natürlich überglücklich den tapferen Waldemar nun ganz für sich zu haben und er genoss das Privileg ausgiebig.
Nach der Rückkehr ins heimische Ruhrgebiet hatte Waldemar noch ein wenig Zeit sich auf die nächste Aufgabe vorzubereiten: er sollte bei den Märchen- und Sagentagen auf Schloß Burg dabei sein! Yipppie! Etwas ganz besonderes hatte seine Besitzerin ihm außerdem erlaubt: Diesmal durfte Sieglinde, Waldemars Freundin ihn begleiten, für die sonst leider nicht genug Platz im Bus ist. So konnten die beiden einmal etwas ganz anderes erleben: Märchen, Sagen und Puppentheater von früh bis spät. Das die beiden danach gut schlafen konnten versteht sich von selbst, oder?

Morgen geht es auf nach Bückeburg. Waldemar ist schon gespannt, was auf ihn dort wartet. Er hat von dem Platz bereits gehört und ist nun sehr gespannt, ob es in Niedersachsen viele nette Kinder gibt.

In der nächsten Woche werdet ihr erfahren, was Waldemar dort alles erlebt hat.

13. 6. 2006

Nachdem Waldemar ein schönes Wochenende in Neunkirchen verbracht hatte und sich eine kurze Zeit in Essen entspannen und von den Strapazen der Reise erholen durfte, machte er sich schon wieder auf eine lange Reise: nach Weil am Rhein, kurz vor der Schweizer Grenze. Die Fahrt über schlief er viel und träumte von saftigen, grünen Wiesen und netten Kindern. Schon zur Eröffnung des Mittelalterlich Spectaculums war Waldemar klar: es wird heiß! Und so war es auch. Am Samstag kamen die Besucher erst in der Vielzahl am Nachmittag und das Schaukelschaf langweilte sich viele Stunden lang, denn den Kindern war es viel zu heiß um auf seinem kuscheligen Fell zu reiten. Gegen Abend strömten dann jedoch einige Besucher an der Wollspinnerey vorbei und tätschelten ihm liebevoll den Kopf. Es gab jedoch auch einige Kinder, die es wieder mal nicht lassen konnten, den Waldemar mit einem Holzschwert auf den Rücken zu klopfen! Grrrr! Das mag er gar nicht! Gut das sie sein Knurren nicht hören konnten. Als die Nacht hereinbrach war Waldemar ziemlich geschafft und schlummerte friedlich im Wikingerzelt der Wollspinnerey. Keine nächtlichen Unternehmungen - viel zu anstrengend. Am nächsten Tag war es in der Früh wieder recht heiß und Waldemar sehnte sich nach einem Schattenplatz. Aber dazu war keine Zeit. Schon kamen die Besucher und Waldemar wurde gestreichelt, geschaukelt und von den Kindern geritten. Viele liebe Kinder waren dabei, jedoch auch einige die ihn an der Tasche rissen, die er um den Hals trug. Waldemar wunderte sich ein wenig, dass die Kinder so schlecht erzogen waren. Das kannte er so gar nicht. Aber er ertrug es mit Fassung. Am Abend wurde es ein wenig kühler und Waldemar freute sich auf den Feierabend. Ein anstrengendes Wochenende für ein Schaukelschaf. Waldemar freute sich dennoch. Worüber wollt ihr wissen? In der nächsten Woche und am kommenden Wochenende hat Waldemar frei und macht Urlaub. Da wird er es sich gut gehen lassen. Und was er in der Zeit erlebt hat, lest ihr bald wieder hier!

8. 6. 2006

Waldemar war in den vergangenen Wochen viel unterwegs. Zunächst hat er sich auf den Weg in den Norden gemacht - nach Rastede. Das Wetter wurde mit jedem zurück gelegten Kilometer schauriger. Es stürmte und regnete und Waldemar machte sich Gedanken darüber, ob er an diesem Wochenende überhaupt ein paar Kinder treffen würde. Während ich bei Wind und Regenwetter den Stand aufbaute machte es sich Waldemar im Bus gemütlich und vertilgte sämtliche Keksvorräte. Zu seinem großen Entsetzen änderte sich das Wetter nicht und so musste Waldemar dies Wochenende im Bus verbringen und wurde nicht von lieben Kindelein geritten und gestreichelt. Aber er gab sich nicht geschlagen, denn er freute sich schon auf das nächste Wochenende in Hohenweststedt. Im schönen Park Wilhelmshöhe schlugen wir dann auch bald darauf wieder die Marktstände auf. Windig war es, aber das macht einem Schaukelschaf nicht viel aus. Das Wochenende kam und das Wetter war durchwachsen, so dass Waldemar des öfteren unter das Zeltdach ausweichen musste. Aber er wurde auch belohnt: viele liebe Kinder kamen vorbei und streichelten Waldemar und verbrachten die ein- oder andere glückliche Minute auf seinem Rücken. Was ging es da Waldemar gut! Zwischendurch gab es jedoch auch ein paar unschöne Szenen, wenn Kinder an seiner Tasche rissen oder mit einem Schwert auf seinen Rücken schlugen: das mag er gar nicht, denn Waldemar ist Pazifist und liebt es nicht wenn er mit einer Waffe bedroht wird!

Aus dem hohen Norden begab sich Waldemar zunächst zurück ins Ruhrgebiet, um sich ein paar Tage auszuruhen und dann guten Mutes zu neuen Taten in das schöne Saarland aufzubrechen. Schön war es dort - endlich ließ sich wieder einmal die Sonne blicken und Waldemar konnte ein Sonnenbad nehmen und auf all die Kinder warten, die im Wagwiesenthal umherzogen. Und das waren nicht wenige! Waldemar ritt von früh bis spät vor der Wollspinnerey und wurde es gar nicht müde von all den Kindern bestiegen zu werden. Er hätte nur gerne etwas von den Spezereyen genascht. Aber mit denen dürfen die Kinder ja nicht auf ihm reiten, denn sonst frisst er ihnen aus der Hand. Vom Wagwiesenthal zurück im Ruhrgebiet hat er nun zwei volle Tage geschlafen und wacht so langsam auf. Denn heute macht er sich auf in Richtung Basel - zum schönen Weil am Rhein. Was er dort erleben wird, könnt ihr bald hier lesen.